Wie du Gesichter lesen und Körpersprache im Vertrieb clever einsetzt
Facereading und Körpersprache im Vertrieb
Facereading und Körpersprache im Vertrieb – Menschen wirklich verstehen
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Facereading und Körpersprache – zwei Werkzeuge, zwei Funktionen
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Warum sie oft verwechselt werden
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Warum die Kombination deinen Vertrieb stärker macht
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Körpersprache im Vertrieb: Die Momentaufnahme im Gespräch
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Ursprung und Forschung (Paul Ekman & Co.)
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Was Haltung, Blickkontakt und Atmung verraten
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Wenn Worte und Körper nicht übereinstimmen
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Facereading: Analyse über Fotos als Vorbereitungstool
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Historische Wurzeln (Mian Xiang, Lavater)
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Stabile Gesichtsmerkmale erkennen
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Warum Facereading nichts mit spontaner Mimik zu tun hat
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Vorbereitung schlägt Improvisation im B2B-Vertrieb
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Entscheider-Fotos gezielt analysieren
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Hypothesen über Entscheidungsverhalten entwickeln
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Gesprächsstrategie vorab festlegen
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Wenn Worte nicht ausreichen: Körpersprache richtig deuten
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Nonverbale Signale bei Zustimmung oder Widerstand
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Sicherheitstypen vs. Strukturtypen erkennen
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Strategie im Gespräch flexibel anpassen
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Facereading und Körpersprache im Online-Meeting
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Begrenzte Körpersignale richtig einordnen
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Warum Fotoanalyse im virtuellen Vertrieb besonders wertvoll ist
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Verkaufen mit Verständnis statt Druck
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Unsicherheiten früh erkennen
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Vertrauen aufbauen statt argumentieren
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Mehr Empathie in komplexen B2B-Verhandlungen
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Dein nächster Schritt: Menschen lesen lernen
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Vorbereitung professionalisieren
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Gespräche klarer und souveräner führen
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Training, Workshop oder persönliches Gespräch
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Wenn es um Menschenkenntnis im Vertrieb geht, fallen zwei Begriffe immer wieder: Körpersprache und Facereading. Oft werden sie vermischt oder gleichgesetzt. Dabei erfüllen sie völlig unterschiedliche Aufgaben. Wer beides sauber trennt und gezielt kombiniert, verschafft sich einen echten Vorteil in Verkaufsgesprächen.
Körpersprache ist das, was du live beobachten kannst. Haltung, Gestik, den Kontakt der Augen, die Atmung oder die Spannung im Körper. Facereading hingegen basiert ausschließlich auf der Analyse von Fotos. Nicht im Gespräch, nicht spontan, sondern bewusst und strukturiert in der Vorbereitung.
Der Ursprung der Körpersprache
Die moderne Forschung geht vor allem auf Psychologen wie Paul Ekman zurück. Er untersuchte allgemeine emotionale Ausdrücke und zeigte, dass viele nonverbale Signale über viele Kulturen hinweg ähnlich sind. Schon lange davor nutzten Menschen Körpersprache intuitiv. In Verhandlungen, beim Handel, in der Führung. Unser Körper sendet ständig Signale, oft schneller als Worte.
Im Vertrieb bedeutet Körpersprache vor allem eines: ein kurzer Moment. Sie zeigt dir, wie sich dein Gegenüber jetzt gerade fühlt. Das kann Zustimmung, Unsicherheit, Widerstand, Interesse oder Langeweile. All das lässt sich beobachten, wenn du weißt, worauf du achten musst.
Ein Kunde sagt zum Beispiel: Das passt für uns. Gleichzeitig zieht er die Schultern leicht hoch, atmet flacher und vermeidet Augenkontakt. Worte und Körper sprechen nicht dieselbe Sprache. Genau hier wird Körpersprache wertvoll.
Der Ursprung des Facereadings
Facereading hat eine deutlich längere Geschichte. Bereits im alten China wurde Mian Xiang genutzt, um Mermkmale der Persönlichkeit, den Weg Entscheidungen zu treffen und innere Motive aus dem Gesicht zu lesen. Auch im antiken Griechenland und später im Europa des 18. Jahrhunderts beschäftigten sich Gelehrte wie Johann Caspar Lavater mit der Physiognomie.
Der wichtige Punkt für die heutige Anwendung im Business lautet: Facereading funktioniert ausschließlich über Fotos. Warum? Weil es um stabile Merkmale geht. Proportionen im Gesicht, wo sind Spannungen, wie ist die Augenform, Mundpartie oder die Struktur des Kiefers verändern sich nicht von Minute zu Minute. Sie zeigen Tendenzen eines Menschen, keine Stimmung.
Deshalb ist Facereading eine Möglichkeit zur Vorbereitung und keine Technik für das Gespräch.
Vorbereitung schlägt Improvisation
Stell dir vor, du bereitest dich auf ein wichtiges B2B Gespräch vor. Du schaust dir vorab die Fotos der Menschen an. Auf LinkedIn, auf der Website oder in Präsentationen.
Eine Person zeigt auf Fotos eine gespannte Mundpartie und leicht zieht die Augenbrauen zusammen. Das deutet häufig auf Bedürfnis nach Kontrolle, Verantwortung und innere Zweifel hin. Eine andere Person wirkt offen, mit lockerer Blick und klarer Stirn. Das spricht eher für Bereitschaft zum Gespräch und Vertrauen.
Mit diesem Wissen gehst du ins Gespräch. Jetzt kommt die Körpersprache ins Spiel.
Wenn Worte nicht ausreichen
Du erzählst einen Vorschlag zur Lösung. Der Kunde nickt und sagt, das klingt gut. Körpersprachlich lehn er sich jedoch zurück, verschränkt die Arme und bewegt sich kaum. Durch deine Wahrnehmung weißt du, dass diese Person eher Sicherheit braucht und ungern Risiken eingeht.
Statt weiter zu Argumente zu suchen, wechselst du die Strategie. Du stellst eine offene Frage. Was wäre für Sie der Punkt, der Ihnen maximale Sicherheit gibt? Plötzlich öffnet sich das Gespräch. Ein möglicher Einwand kommt früh auf den Tisch und nicht erst am Ende.
Ein anderes Beispiel. Du sprichst mit jemandem, dessen Gesicht auf Fotos eine sehr klare Kieferlinie und einen fokussierten Blick zeigt. Körpersprachlich sitzt die Person aufrecht, spricht wenig, hört genau zu. Hier funktionieren klare Aussagen, Zahlen und Struktur. Emotionale Storys würden eher irritieren als überzeugen.
Auch virtuell ein klarer Vorteil
In Online Meetings ist Körpersprache weniger sichtbar. Oft siehst du nur Kopf und Schultern. Kleine Signale können leicht übersehen werden. Wenn du jedoch vorab Fotos analysiert hast, kannst du Reaktionen besser einordnen. Ein kurzes Zögern, ein knappes Lächeln oder ein schneller Wechsel des Themas bekommt plötzlich Bedeutung.
Facereading gibt dir die Landkarte. Körpersprache zeigt dir den aktuellen Standort.
Verkaufen mit Verständnis statt Druck

Gerade in komplexen B2B Verhandlungen ist das wichtig. Entscheidungen werden selten rein rational getroffen. Wer versteht, wie Menschen ticken und wie sie sich im Moment fühlen, führt Gespräche auf einer tieferen Ebene.
Facereading über Fotos schafft Klarheit beim Vorbereiten deines Gesprächs . Körpersprache bringt bessere Gespräche. Zusammen machen sie dich präziser, du wirkst empathischer im Vertrieb.
Dein nächster Schritt
Wenn du aufhörst, nur auf Worte zu hören, und beginnst, Menschen wirklich zu lesen, verändert sich dein Vertrieb grundlegend. Facereading über Fotos und das bewusste Wahrnehmen von Körpersprache sind keine Tricks, sondern Fähigkeiten, die du trainieren kannst.
? Willst du lernen, Entscheider besser einzuschätzen, Einwände früher zu erkennen und Gespräche souveräner zu führen?
Dann starte jetzt damit, deine Vorbereitung zu professionalisieren. Egal ob im Erstgespräch, im Pitch oder in komplexen B2B Verhandlungen. Wer Menschen versteht, verkauft klarer, ruhiger und erfolgreicher.
Melde dich für ein Training, einen Workshop oder ein persönliches Gespräch und finde heraus, wie du Facereading und Körpersprache gezielt in deinem Vertrieb einsetzen kannst.
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Körpersprache und Facereading
FAQ: Facereading und Körpersprache im Vertrieb
Was ist der Unterschied zwischen Facereading und Körpersprache im Vertrieb?
Facereading analysiert feste Gesichtsmerkmale anhand von Fotos und zeigt Grundtendenzen einer Persönlichkeit. Körpersprache Verkäufer beobachtest du live im Gespräch. Sie zeigt dir den aktuellen emotionalen Zustand. Beides ergänzt sich, ersetzt sich aber nicht.
Warum funktioniert Facereading nur über Fotos?
Weil es um stabile Merkmale geht und nicht um momentane Mimik. Bewegung, Licht und Gesprächsdynamik verfälschen die Wahrnehmung. Fotos ermöglichen eine ruhige und strukturierte Analyse ohne Zeitdruck.
Ist Facereading wissenschaftlich anerkannt?
Facereading basiert auf jahrhundertealten Beobachtungen aus verschiedenen Kulturen. Es ist kein Diagnoseinstrument, sondern ein Werkzeug zur Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten. Im Vertrieb geht es nicht um Wahrheit, sondern um bessere Vorbereitung und gezieltere Kommunikation.
Kann ich mich beim Facereading irren?
Ja. Deshalb wird es nie isoliert eingesetzt. Facereading liefert Hypothesen. Körpersprache und Gesprächsverlauf zeigen dir, ob du richtig liegst. Gute Anwender bleiben flexibel und passen ihre Strategie an.
Ist das Manipulation?
Nein, wenn du es richtig einsetzt. Ziel ist nicht, Menschen zu steuern, sondern sie besser zu verstehen. Du gehst bewusster auf Bedürfnisse, Unsicherheiten und Entscheidungslogiken ein. Das schafft Vertrauen statt Druck.
Funktioniert das auch in virtuellen Meetings?
Gerade dort ist es hilfreich. Körpersprache ist eingeschränkt, Fotos liefern zusätzlichen Kontext. So kannst du Aussagen besser einordnen und gezielter reagieren.
Für welche Vertriebssituationen ist das besonders geeignet?
Vor allem für B2B Vertrieb, komplexe Produkte, längere Entscheidungsprozesse und Gespräche mit mehreren Stakeholdern. Überall dort, wo Vertrauen und Verständnis entscheidend sind.
Muss ich Psychologe sein, um das zu lernen?
Nein. Es geht um Wahrnehmung, Übung und Struktur. Mit klaren Modellen und Praxisbeispielen ist das erlernbar und sofort anwendbar.

