5 Strategien der Einkäufer Preisverhandlung
Kennen Sie das: Einkäufer spielen das Spiel die beste Qualität zum besten Preis zu bekommen. Und das ist ja auch ihre Aufgabe. Viele Verkäufer machen sich da sehr viel Kopfzerbrechen und denken, der Einkäufer ist „böse“ und „gemein“. Nein es ist die Aufgabe des Einkäufers den Preis zu verhandeln! In diesem Blog erfahren Sie 5 Strategien der Einkäufer Preisverhandlung.
Manche Einkäufer werden darauf trainiert, spezielle Taktiken für die Preisverhandlung anzuwenden. Vielleicht haben Sie ein Training gehabt oder ein Buch gelesen.
Wie sich der Verkäufer bei der Einkäufer Preisverhandlung verhält

Häufig ist es so, dass der Verkäufer sehr schnell nachgibt und seinen Preis nicht verteidigt. Ein erfahrener Verkäufer wird seinen Preis verteidigen und dabei die gute Beziehung zum Einkäufer dennoch behalten.
Bedenken Sie auch ein geringer Rabatt wird Ihre Marge reduzieren und wird auch Ihre Verhandlungshistorie prägen. Wenn Sie zu schnell Rabatt geben, wird der Einkäufer bei der nächsten Einkäufer Preisverhandlung erst recht härter vorgehen.
Es ist nicht einfach professionell auf eine Forderung nach einer Preisreduktion zu reagieren. Wenn Sie jedoch die Taktik dahinter bereits vorher wissen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines besseren Deals.
Welche Taktiken werden in der Einkäufer Preisverhandlung häufig eingesetzt:
- Ankertechnik
- Ablehnung
- Schockiert
- Cherry Picking
- Zeitspiel
A. Ankertechnik
Der Einkäufer sagt einen extrem niedrigen Preis, um im Gehirn des Verkäufers einen sogenannten Anker zu setzen. Damit ankert er die Verhandlungsrange. Beispiel hierfür: „Wir werden nicht mehr als 100 000 Euro investieren.“
Wie kann man darauf antworten? Idealerweise sollten Sie zuerst einen Ankerpreis setzen und damit die Führung übernehmen. Warten Sie nicht darauf, bis der Einkäufer seinen Zielpreis sagt. Wenn das nicht funktioniert, dürfen Sie den Ankerpreis des Einkäufers auf keinen Fall akzeptieren. Fragen Sie ihn, wie er zu der Summe kam und wo die Schmerzgrenze ist.

B. Ablehnung als Strategien der Einkäufer
Stellen Sie sich vor der Einkäufer sagt: „Der Preis ist zu hoch – da müssen Sie etwas machen!“. Unabhängig davon, wie oft Sie das bereits gehört haben, verhalten Sie sich so als ob Sie das zum ersten Mal in Ihrem Leben hören würden.
Und akzeptieren Sie diesen Preis nicht und sagen „NEIN“ zu dem Angebot.
Wie kann man hier antworten wenn der Einkäufer keinen Bluff gestartet hat? Fragen Sie nach dem Warum und hören Sie genau zu, fragen Sie nach und zwar so lange bis Sie die Hintergründe wirklich verstanden haben. Wenn Sie zum Beispiel hören „Bisher haben wir das für Euro X bekommen“ dann können Sie sagen „Ich glaube ich bin auch deswegen hier, da Sie einige Probleme mit der Lieferung in der Vergangenheit hatten. Wir sind hier anders“ – natürlich nur, wenn Sie das vorher auch vom Einkäufer gehört haben.
Häufig geht es bei dem Zielpreis nicht unbedingt um Geld. Man muss verstehen, dass Einkäufer diese Forderungen stellen, weil sie es eben so gewohnt sind. Es liegt an Ihnen wie Sie den Wert Ihres Produktes aufbauen und Sie können auch häufig Ihr Produkt aufwerten, indem Sie an anderen Schrauben des Angebotes drehen, statt dem Preis.
C. Schockiert sein als Strategien der Einkäufer
Stellen Sie sich vor der Einkäufer sagt schockiert: „Was, das kostet so viel?“ Glauben Sie mir eines, der Einkäufer tut nur so, als ob er schockiert ist. Er macht das um Sie unbewusst unter Druck zu setzen und dadurch mehr nachzugeben.
Wie kann man hier antworten? Ignorieren Sie die Theateraufführung einfach. Fragen Sie den Einkäufer nach den Gründen und nutzen Sie wieder die Bluff-Erkennen Technik.
Im nächsten Schritt erklären Sie dem Einkäufer die positiven Aspekte, wenn er bei Ihnen kauft, sodass er die Investition auch intern rechtfertigen kann.
D. Cherry Picking als Strategien der Einkäufer
Häufig wird dies auch genutzt kombiniert mit der scheibchenweisen Verhandlung. Das bedeutet der Einkäufer sagt Ihnen: „Ich weiss das ursprüngliche Angebot war 5000 Stck. – aber ich benötige jetzt nur 500 Stck. Ich habe den Preis entsprechend dividiert und der müsste jetzt … sein.“

Wie kann man hier antworten? Wichtig beim Cherry Picking ist, dass Sie sagen „Ich muss den Preis auf den neuen Bedingungen neu kalkulieren“. Sie müssen diese Änderungen nicht akzeptieren.
Um scheibchenweises Verhandeln zu vermeiden ist es wichtig, den Einwand vorher zu isolieren mit der Frage: „Ist der Preis der einzige Grund der Sie zögern lässt?“ Und erst wenn Sie alle Gründe wissen, können Sie das als Paket verhandeln.
E. Zeitspiel vom Einkäufer
Über Zeitdruck einen Verkäufer unter Stress zu setzen ist eines der Lieblingsspiele von Einkäufern. Sie sagen: „Ich habe in 1 Stunde Ihren Mitbewerb hier und bis dahin benötige ich den neuen Preis.“

Seien Sie sich bewusst, dass das nur ein Bluff sein kann!
6 Regeln für die Einkäufer Preisverhandlung
- Erklären Sie den Wert Ihres Produktes beim Preis verhandeln
- Übernehmen Sie die Führung in der Verhandlung
- erzeugen Sie Emotionen
- haben Sie den klaren Plan zu gewinnen
- Verteidigen Sie Ihren Preis
- Und jederzeit bereit sein die Verhandlung abzubrechen
FAQ zu Strategien der Einkäufer
Welche Rolle spielen Strategien im Einkauf
Einkäufer nutzen Strategien, um Kosten zu senken, Risiken zu minimieren und die bestmöglichen Konditionen für ihr Unternehmen zu erzielen. Dabei geht es nicht nur um Preise, sondern auch um Machtverhältnisse und Verhandlungsspielräume.
Warum arbeiten Einkäufer mit festen Verhandlungsstrategien
Feste Strategien geben Sicherheit und Struktur. Sie helfen Einkäufern, Gespräche zu steuern, Informationen gezielt zu sammeln und den Verhandlungspartner unter Druck zu setzen, ohne dies offen zu zeigen.
Welche fünf Strategien nutzen Einkäufer besonders häufig
Häufig eingesetzt werden Vergleichsangebote, Zeitdruck, Schweigen, das Infragestellen des Mehrwerts sowie das schrittweise Nachverhandeln bereits vereinbarter Punkte.
Woran erkennt man, welche Strategie ein Einkäufer einsetzt
An typischen Verhaltensmustern wie verzögerten Entscheidungen, häufigen Preisvergleichen, wiederholten Einwänden oder plötzlichen Forderungen kurz vor dem Abschluss.
Wie sollten Verkäufer auf Einkaufsstrategien reagieren
Mit Vorbereitung, klarer Argumentation, souveräner Gesprächsführung und dem Fokus auf Nutzen und Mehrwert statt auf reine Preiszugeständnisse.

