Verkaufstraining geht im Internet - neue Positionierung

Verkauf 4.0 im www?

Braucht es mit dem Verkauf der Zukunft  noch Verkäufer?

Wenn menschliche Eloquenz an Grenzen stößt

Fast 90 Prozent aller Derjenigen, die einen Internetzugang haben, schauen ins Netz bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. 46% kaufen inzwischen im Netz und gekauft wird bei den ersten 4 Treffern zu über 60 %. Das mag nicht für die Dinge des täglichen Bedarfs gelten wie Lebensmittel oder Benzin, in jedem Falle aber für alle technischen Produkte und solche, die den Lifestyle prägen. Das belegen auch die vielen regionalen Suchanfragen bei Google, Bing und Co. Bars und Restaurants, Fernseher, Hi-Fi-Anlagen, PCs und Büromaschinen, Sportswear und vieles mehr – Kaufempfehlung und Kaufimpuls finden häufig im Netz statt. Wenn der Kunde in den Laden kommt, hat er schon ein klares Bild und ist vorgeprägt durch die Informationen aus dem Internet. Wer also braucht dann noch Verkäufer oder Verkaufstraining im Verkauf der Zukunft?

Verkauf der Zukunft Verkaufstraining
Verkauf der Zukunft 3.0

Verkauf der Zukunft im Internet ersetzt den Verkäufer?

In zehn Jahren werden sich auch Online-Shops und die sogenannten sozialen Medien weiterentwickelt haben. Vielleicht kaufen wir dann Golftaschen auf Facebook und Laptops auf XING. Erste Ansätze dazu sind bereits erkennbar. Das Web ist Empfehler Nummer Eins. „Freunden“, „Followern“ und „XING-Kontakten“ trauen wir schon heute mehr als den Versprechungen der Werbung und der Beratung von Verkäufern. Der Point-of-Sale verlagert sich in die virtuelle Welt. Hier hilft nur Internet-Marketing oder auch online Marketing wie es z.B. über ein Magazin möglich ist – hier Internet Autorität und Content zu produzieren um überhaupt auf die erste Seite von Google zu kommen mit den eigenen Keywords.

Verkäufer werden in Zukunft vor allem noch da gebraucht, wo die Produkte hochwertig sind oder der Beratungsbedarf intensiv ist. Auch Rahmenverträge und hochpreisiges B-to-B-Geschäft werden wohl immer von Menschen und damit von Verkäuferpersönlichkeiten geprägt sein. Darauf wird es sich aber dann beschränken. „Der Vertriebler“ als Massenjob wird nicht mehr benötigt.

Unternehmen brauchen dann Top-Verkäufer, die sich persönlich auf die Top-Einkäufer einstellen können. Die Vertriebler werden zu exklusiven Unternehmens-Botschaftern.

Je nach Produkt und Angebot werden sich Unternehmen neu aufstellen müssen – in ihrer Vertriebsorganisation und ihren medialen Aktivitäten. Das Internet wird wichtiger, der menschliche Verkäufer zunehmend unbedeutend. Verkauf muss neu gedacht, neu erfunden werden. Eine ganz andere Vertriebsstrategie wird in vielen Unternehmen die zwangsläufige Folge sein. Eine neue Positionierung muss her – eine, die dem modernen Medienverhalten Rechnung trägt und nur noch da auf persönliche Kommunikation setzt, wo es um hohe Summen geht. Eine Positionierung, die Online- und Offline-Verkauf perfekt aufeinander abstimmt und wo einfach alles zueinander passt: kostengünstig, effektiv und informativ.

Wo vorher drei Minuten für „menschliche Kaltakquise“ Zeit war, was viele Verkäufer schon als Stress empfunden haben, bleiben dann nur noch fünf Sekunden, um überhaupt Interesse zu wecken. Die AIDA-Formel (Attention – Interest – Desire – Action) wird virtuell neu belebt. Die gesamte Sprache wird sich wandeln. Das Netz als rascher Impulsgeber und schneller Abverkäufer, der Verkäufer als eloquent parlierender Betreuer für Premium-Kunden. Um dieses hohen Erwartungen gerecht zu werden, werden sich auch Verkäuferausbildungen ändern müssen. Verkaufen wird zur Spitzenfunktion weniger Auserwählter. Alles andere macht das Internet – und hinter diesem der Webdesigner, der Programmierer und der App-Entwickler. Auch diese müssen lernen, vertrieblich statt ästhetisch und technisch zu denken.

Eine gute Webseite reicht für die neuen Anforderungen nicht aus. Es wird in Zukunft mehr denn je einer ganzheitlichen Online-Strategie bedürfen, die aus viralem Online-Marketing, crossmedialer Social-Media-Kommunikation, Zielgruppen-Shops und Apps besteht. Positionierung 2.0 – menschlich, technisch, psychologisch und verkaufs-argumentativ ist gefragt.

Auch wenn jetzt die Geschäfte noch gut laufen, die Umsätze sprudeln und die Zeiten gefühlt gut sind – jetzt ist handeln angesagt. Jetzt müssen die besten Verkäufer auf die neuen Herausforderungen trainiert und zukunftsfit gemacht werden. Die Zukunft hat bereits begonnen. Unternehmen sollten investieren in neuen Strategien mit Weitsicht und eine klare Zukunfts-Positionierung – in dem Wissen, dass das Netz die Umsätze mehr und mehr beeinflussen wird.

ANMELDUNG ZUM NEWSLETTER

newsletter-ulrike-knauer-verkaufstraining-positionierung-verhandlungstraining-verkaufsschulung-verhandlungsschulung-training-consulting

VERKAUFSSEMINARE & VERHANDLUNGSSEMINARE


Weiterführende & Interessante Links

https://www.ulrikeknauer.com/der-preis-ist-die-angst-des-verkaeufers/

Ähnliche Beiträge

  • künstliche Intelligenz für kleine Unternehmen

    Wie kann künstliche Intelligenz die Arbeitseffizienz steigern? Künstliche Intelligenz (KI) bietet beachtliche Möglichkeiten zur Steigerung der Arbeitseffizienz für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Durch die Automatisierung repetitiver Aufgaben können Mitarbeiter sich auf strategische Tätigkeiten konzentrieren, was sowohl die Produktivität als auch die Qualität der Arbeit verbessert. Zudem ermöglicht KI präzisere und schnellere Entscheidungsfindungen, indem große Datenmengen in Echtzeit analysiert werden. Dies führt zu einer erhöhten Wettbewerbsfähigkeit und einer besseren Nutzung der Ressourcen, was langfristig Kosten senkt und die Gewinnmargen erhöht. Wichtige Erkenntnisse Künstliche Intelligenz (KI) steigert die Arbeitseffizienz durch Automatisierung repetitiver Aufgaben. KI ermöglicht schnellere und präzisere Entscheidungen durch Echtzeitanalyse großer Datenmengen. KMU profitieren von KI durch Zeitersparnis, Kostenreduktion, und Stärkung der Kundenbindung. Chatbots und automatisierte Buchhaltungssoftware sind besonders nützliche KI-Tools für KMU. Eine schrittweise Einführung von KI mit klaren Zielvorgaben und Schulungen ist…

  • Soziale Medien: neuer Kanal zur Kundenakquise durch Social Selling

    Kundenakquise im Wandel durch Social Selling 

    Wie soziale Medien neue Wege zur Kundenakquise eröffnen. Wer beim Social Selling grundlegende Punkte beachtet, pusht seine Verkaufschancen. Durch die Digitalisierung verändert sich der Vertrieb rasant. Das gilt insbesondere für digitale Kanäle, die klassische Methoden der Kundenakquise erweitern. Es zeigen sich gerade auf Linkedin Social Sale neue zusätzliche Wege zur Lead-Generierung  durch moderne Methoden der BtB-Akquise. Es ist nicht neu, dass Einkäufer das Internet zur Recherche von potenziellen Lieferanten nutzen. Die Customer Journey hat sich verändert und Kunden sind viel informierter als in der Vergangenheit.

  • Lernen im Vertrieb

    Vertrieb ist lernbar! Stay hungry. Stay foolish! – auch im Vertrieb Der amerikanische Management-Guru Tom Peters wünscht sich als Inschrift auf seinem Grabstein den Spruch: „Er war neugierig bis zum Schluss.“ Perfekt. Bleiben Sie auch in Ihrem Verkauf und Vertrieb immer neugierig und lernen Sie dazu. Verkauf ist eben nicht in die Wiege gelegt – ansonsten wären ja alle Seminare, Bücher, Coachings … vollkommen überflüssig und denken Sie wirklich ein Geschäftsführer ist so wahnsinnig und wirft sein Geld zum Fenster hinaus für diese Seminare?  Bleiben auch Sie wissbegierig bis zum Schluss! Lernen Sie Ihr Leben lang! Weise Menschen haben das Gefühl, ihr Wissen sei ein Tropfen im Ozean. Ungebildete Menschen…

  • Schlecht verhandelt?

    Schlecht verhandelt – teuer bezahlt Die meisten Verhandlungsfehler entstehen durch Stress und schlechte Vorbereitung – Verhandlungstraining Verhandlungen sind Teil des Geschäftsalltags. Doch etliche Verhandlungen scheitern oder hinterlassen ein schlechtes Gefühl. Irrtümer und Fehler im Verhandlungsprozess oder durch eine nachlässige interne Kommunikation im eigenen Verhandlungsteam kosten am Ende mehr Geld als notwendig gewesen wäre. Die Expertin für Spitzenverkauf und Verhandlungskunst Ulrike Knauer nennt die typischen Irrtümer in Verhandlungen in ihrem Verhandlungsseminar und Verhandlungstraining und gibt wertvolle Tipps für Entscheider, Verhandlungsführer und Verhandlungsteams. „Die meisten Fehler werden bereits im Vorfeld gemacht“, erklärt Ulrike Knauer. Die in Innsbruck lebende Top-Verkäuferin hat schon hunderte Verhandlungen begleitet und weiß das aus eigener Erfahrung. „Zu viel…

2 Kommentare

  1. Pingback: Braucht die Zukunft noch Verkäufer? - ? - ?ag.net

Die Kommentare sind geschlossen.